Je nachdem ob es sich um eine massive oder mehrschichtige Landhausdiele handelt, erfolgt die Verlegung unterschiedlich.
Bei massiven Landhausdielen sollte die Holzfeuchte vor der Verlegung bei maximal 12 % liegen. Denn nach dem Verlegen trocknet das Holz weiter. Ist die Holzfeuchte des verlegten Holzes zu hoch, fällt auch der „Schrumpfungsprozess“ des Holzes stärker aus, die entstehenden Fugen werden sehr breit.
Bei aus dem Boden aufsteigender Feuchte sollte eine eine Folie als Feuchtesperre auf der Verlege-Fläche ausgelegt werden. Für eine geeignete Trittschalldämmung sorgen Dämmplattenstreifen, die auf die Breite der Lagerhölzer zugeschnitten werden. Die Hohlräume zwischen den Lagerhölzern werden eventuell ebenfalls mit Dämmmaterial gefüllt. Die erste Dielenreihe wird mit der Nut zur Wand verlegt. Wichtig ist es stets eine Dehnfuge von 10 bis 15 mm zu den Wänden einzuhalten, indem Holzkeile als Abstandhalter verwendet werden. Die erste verlegte Diele wird dann mit Nägeln zur Wandseite hin fixiert. Die weiteren Dielen werden zur Befestigung oberhalb der Feder im 45°-Winkel vorgebohrt und mit Spax-Schrauben an den Lagerhölzer befestigt.
Zum Zusägen der Dielen lässt sich beispielsweise eine Stichsäge verwenden. Um hässliche Beschädigungen durch Absplittern zu vermeiden, sollte stets von der Dielenrückseite her gesägt werden. Die dabei entstehenden kurzen „Kopfstöße“ können durchaus beim weiteren Verlegen verwendet werden. Sie müssen dabei nicht auf den Lagerhölzern liegen, sollten aber in der nächsten Reihe durch eine durchgehende Diele gesichert werden.
Die Verlegung von mehrschichtigen Landhausdielen erfolgt ähnlich wie bei Fertigparkett. Ist der Untergrund auf dem verlegt wird ausreichend eben, trocken und sauber kann eine Verlegung „schwimmend“ erfolgen. Das bedeutet, dass die Landhausdielen nicht flächig mit dem Untergrund verklebt werden.
Besonders wichtig bei dieser Verlegeweise ist ein ausreichender Schutz vor aufsteigender Feuchte und Dampfdiffusion. Daher sollte stets eine altersbeständige PE-Folie wannenartig auf dem Untergrund ausgelegt werden.
Die Landhausdielen-Elemente werden dann nicht verschraubt, sondern miteinander verleimt. Ausreichende Dehnungsfugen sind auch bei dieser Verlege-Technik sehr wichtig.
Übrigens: Egal ob Sie massive oder Mehrschicht-Landhausdielen verlegen – den besten Effekt erzielen sie stets, wenn die Elemente in Längsrichtung zum einfallenden Licht verlegt werden.
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